Kamen 1.5 Millionen Armenier ums Leben?

 

Die armenische Propaganda behauptet heute, dass bei den von ihnen als Völkermord bezeichneten Ereignissen 1,5 Millionen Armenier ums Leben gekommen sind.

Die Armenier behaupteten, dass bei diesen Ereignissen zuerst 600.000, später 800.000 Armenier ums Leben kamen. Diese Zahl steigerte sich ständig und erreichte 1,5 Millionen erreicht. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn die Armenier diese Zahl in Zukunft auf 2 oder sogar 3 Millionen steigern.

Aber leider beteiligen sich auch einige Medienorgane an dieser Steigerung, die als Seriös bekannt sind. Während zum Beispiel in der Auflage der Encyclopedia Britannica aus dem Jahre 1918 die Anzahl der Armenier mit 600.000 registriert ist, ist diese Anzahl in der Auflage von 1968 mit 1,5 Millionen angegeben.

Wie gross war tatsaechlich der Verlust der Armenier? Um das zu beantworten, muss man die Daten über die armenische Bevölkerungszahl im osmanischen Staat als Grundlage nehmen.

Nach Angaben in armenischen und ausländischen Quellen ist die Einwohnerzahl der Armenier im osmanischen Staat wie folgend:

- Dem britischen Jahresbericht von 1917 zufolge; 1.056.000 - Dem Patriarchen Ormanyan zufolge; 1.579.000 - Dem Werk "Armenien und Armenier" von Kevork Aslan zufolge lebten in Anatolien 920.000, in Kilikien (Adana, Sis, Maras) 180.000, in anderen osmanischen Gebieten 700.000, also insgesamt 1.800.000 - Dem deutschen Papst Johannes Lepsius zufolge; 1.600.000 - Cuinet zufolge; 1.045.018 - Dem französischen gelben Buch zufolge; 1.475.011 - Basmaciyan zufolge; 2.280.000 - Dem Patriarchen Nerses Varjabedyan zufolge; 1.150.000

Den offiziellen Dokumenten des osmanischen Staates zufolge betrug die armenische Bevölkerungszahl wie unten aufgezählt:

Das Generaldirektorat für Statistiken des osmanischen Staates wurde im Jahre 1892 gegründet. 1892 war Nuri Bey, von 1892-1897 ein Jude namens Fethi FRANCO, von 1897-1903 ein Armenier namens Migirdic SINABYAN, von 1903-1908 ein Amerikaner namens Robert und von 1908-1914 Mehmet BEHIC Bey Generaldirektor dieser Behörde.

In einer Zeit, in der die Armenier-Frage auf die politische Bühne getragen wurde, leiteten Ausländer diese Behörde. Da bis heute keine Dokumente gefunden werden konnten, die das Gegenteil beweisen, sind die osmanischen Informationen über die Einwohnerzahlen vertrauenswürdig.

- Der Volkszählung von 1893 zufolge lag die armenische Bevölkerungszahl bei 1.001.465. - Der Volkszählung von 1906 zufolge lag die armenische Bevölkerungszahl bei 1.120.748. - Den Statistiken von 1914 zufolge betrug die armenische Bevölkerungszahl 1.221.850.

Wenn man die Informationen der drei Gruppen bewertet, osmanische als auch armenische und ausländische Statistiken, stellt sich heraus, dass die armenische Bevölkerungszahl während des I. Weltkrieges etwa 1.250.000 betrug.

Während der Umsiedlung wurden 438.758 Armenier in ihre neue Siedlungsgebiete verlegt. Von ihnen erreichten lediglich 382.148 den Zielort. Daraus ist zu Erkennen, dass der Unterschied 56.610 Personen beträgt.

Der Unterschied von 56.610 ereignete sich unter Berufung auf Dokumente wie folgend: Wie aus den osmanischen Dokumenten weiter hervorgeht, wurden 500 dieser Armenier zwischen Erzurum und Erzincan, 2000 in Meskene zwischen Urfa und Aleppo, 2000 in der Umgebung von Mardin bei Überfällen der Räuberbanden und der arabischen Volkstämme massakriert. Ausserdem wurden rund 5.000 oder noch mehr bei Angriffen auf Armenier-Konvois im Gebiet Dersim getötet. Nach osmanischen Dokumenten, wurden insgesamt 9 bis 10 tausend Menschen während der Umsiedlung ermordet. Ferner ist aus dem Dokument zu entnehmen, dasseinige auch an Hunger starben. Etwa 25 bis 30 tausend starben vermutlich an Infektionskrankheiten wie Typhus oder Dysenterie. Somit kamen rund 40 tausend Menschen auf dem Weg zu den Ansiedlungsgebieten ums Leben.

Ein weiterer Teil von 10 bis 16.000 Armeniern, die schon unterwegs waren, aber die neuen Siedlungsgebiete noch nicht erreicht hatten, wurden in den Provinzen, wo sie sich gerade befanden, angesiedelt, weil die Umsiedlung eingestellt worden war. Zum Bespiel wurde am 26. April 1916 die Provinzverwaltung von Konya schriftlich angewiesen, die sich auf dem Weg zu ihren neuen Gebieten befindenden Armenier innerhalb der Provinz anzusiedeln.16 Ausserdem ist ein Teil der umzusiedelnden Armenier höchstwahrscheinlich nach Russland, in die westlichen Länder und nach Amerika geflüchtet. Nach vorliegenden Dokumenten, waren 50.000 armenische Soldaten, die in den USA ausgebildet wurden, auf dem Weg nach Kaukasien. Zahlreiche Armenier, die im osmanischen Staat lebten, verbreiteten sich vor und während des Krieges in Amerika und Russland. Der Armenier Artin Hotomyan, der sich aus kommerziellen Gründen in den USA aufhielt, schrieb in einem Brief vom 19. Januar 1915 an das Polizeipräsidium, das tausender von Armenier auf verschieden Weisen nach Amerika flüchteten und dort in bedauernswerten Umständen lebten.

All diese Dokumente legen dar, dass die Zahl der aus Anatolien und dem europäischen Teil der Türkei umgesiedelten Armenier mit der Zahl, der die Ansiedlungsgebiete erreichten übereinstimmen und dass es zu keinem Massaker während der Umsiedlung gekommen ist.

Quellen: Halaçoglu, Prof. Dr. Yusuf, Tatsachen über die armenische Umsiedlung (1915), Veröffentlichung der TTK, Ankara 2001

1) 1917 Britannica Jahrbuch 2) Uras, Esat, Armenier in der Geschichte und die Armenier-Frage, Istanbul 1987 3) Aslan, Kevork, Armenien und die Armenier, Istanbul 1914 4) Uras, Esat, o.g.W. 5) Uras, Esat, o.g.W. 6) 1893-1897 armenische Angelegenheiten, Paris 1897, Uras, Esat o.g.W. 7) Uras, Esat o.g.W. 8) Uras, Esat o.g.W. 9) Mazici, Nursen, Dokumente über die Armenier-Frage, internationale Konkurzen, Istanbul 1987. 10) Für weitere Informationen siehe Karpat, Kemal, H. Ottoman Population 1830-1914 Demographic and Social Charsetistic, The University of Winsconcin Press, 1985 London. 11) Für die Zahlen gilt ein +/-von 10 Prozent. 12) In den chiffrierten Telegrammen, die am 26. Juli 1915 nach Trabzon, Erzurum, Sivas, Diyarbakir, Elazig, Bitlis sowie die Sandschaks Maras und Canik geschickt wurden, wurden Angaben über die seit Beginn des Krieges an Krankheiten und infolge von Demonstrationen gestorbenen Armenier gefordert. (Chiffre Nr. 54-A/112). Ausserdem ist bekannt, das unter den armenischen Siedlern die ansteckenden Krankheiten Typhus, Dysenterie, Malaria verbreitet aren. (Telegramm an Konya vom 8. Juli 1915, Chiffre Nr. 57/337; Zor Sandschak 3. Februar 1916, Chiffre Nr. 60/219).13) Chiffre nr. 57/110. 14) Siehe DH. EUM. 2. Abteilung, Nr. 68/81; siehe Chiffre Nr. 57/51. 15) Chiffre Nr. 63/119. 16) DH. EUM. 2. Abteilung, Nr. 2F/14. 17) Siehe DH. EUM. 2. Abteilung, Nr. 2F/94.